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Andacht

Andacht

Der Kopf ist rund...

Der Kopf ist rund, damit die Gedanken ihre Richtung wechseln können – diesen Satz habe ich neulich irgendwo aufgeschnappt. Und ich habe ihn nicht vergessen, sondern, zumindest bis jetzt, behalten. Warum? Nun, vielleicht, weil ich eher ein Gewohnheitstier bin. Also jemand, der vertraute Orte und Menschen ebenso mag und schätzt wie bewährte Ideen und Abläufe. Diese bewahren mich ja davor, mehrmals täglich das Rad neu erfinden zu müssen. Sie geben mir Halt und Sicherheit, denn dank ihnen weiß ich, was normalerweise auf mich zukommt und was mich erwartet. Gedanken hingegen, die ihre Richtung wechseln, die alten Bahnen verlassen und neue, unbekannte Wege einschlagen, können Angst machen. Schaffe ich es, mit ihnen Schritt zu halten, mitzukommen? Und wo führen sie (mich) überhaupt hin?

Ja, Veränderungen können verunsichern. Aber: Veränderungen gehören zum Leben dazu! Zu meinem Leben; zum Leben der Kirche. Die beiden großen Kirchen in Deutschland seien dabei, sich von dem Bild einer „eierlegenden Wollmilchsau“ zu verabschieden, so ein ranghoher Kirchenvertreter im Radio. Was er damit meint: Künftig werde nicht mehr jede Kirchengemeinde alles anbieten können, sondern sich spezialisieren; eine werde ihren Schwerpunkt auf Kirchenmusik legen, eine andere auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, eine dritte auf diakonische Angebote und Aktivitäten. Dazu werden die Gemeinden künftig weniger für sich alleine denken und handeln, sondern mehr gemeinsam mit anderen, auch über konfessionelle Grenzen hinweg.

 Beginnen Veränderungen im Kopf, mit dem Denken? Oder mit dem Mund, den Händen oder den Füßen? Jedenfalls können und dürfen wir neue Wege (ver)suchen: Ohne Angst, uns dabei zu verlieren! Denn nur, wer sich verändert, bleibt sich treu. Bleibt IHM treu, der gesagt hat: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15) Buße meint nichts anderes als Sinnesänderung, als Umkehr zum Leben. Denn der Kopf ist ja rund, Gott sei Dank.

Ihr Pastor Lothar Sonntag

Eintrag vom: 23.08.2018