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Andacht

Bild - Evangelische Kirchengemeinde Selm

"Urlaub"

Liebe Leserin, lieber Leser,

wissen Sie eigentlich, was „Urlaub“ bedeutet? 

Ich habe es gegoogelt. Es kommt von dem alt– und mittelhochdeutschen Substantiv „urloup" – und bedeutet „Erlaubnis“, und zwar die Erlaubnis, wegzugehen. 

Es ist uns erlaubt, wegzugehen und etwas anderes zu machen – das bisherige für eine Zeit zu verlassen oder liegen zu lassen. 

Es ist uns erlaubt, wenigstens einmal im Jahr eine Zeit zu haben, wo wir einfach nur tun dürfen, was uns gut tut. 

Und ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie sich das auch selbst erlauben:

Das zu tun, was Ihnen gut tut, was Ihnen wirklich gut tut! 

Es ist ja doch so, schreibt der Apostel Paulus (1Kor 6:12), „alles ist mir erlaubt…!“

Gerade angesichts so vieler Dinge, die „man“ tut, oder nicht tut, fällt es einem nicht leicht, dies zu glauben.

Kann das gut gehen?

Und schon fährt er fort:

„…aber nicht alles dient zum Guten.“ 

Das ist der Punkt!

Keine Einschränkung, aber doch der Hinweis, achtsam mit sich selbst umzugehen.

„Alles ist mir erlaubt…“

Wie schön!

„…aber es soll mich nichts gefangen nehmen.“

Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl, wer und was so alles an Ihnen zerrt und zieht, Ihre Aufmerksamkeit will – und Sie vom Eigentlichen abzuhalten scheint.

Urlaub – es ist uns erlaubt, wegzugehen und etwas anderes zu machen. Er ist also ein Stück Freiheit. 

Die Frage ist – wie gestalten wir diese Freiheit, die uns erlaubt ist, und was machen wir aus ihr; wie und wozu nutzen wir sie?

Im Urlaub – wie im Alltag auch. 

Übrigens – es ist uns von Gott her noch öfters erlaubt, aus dem Alltag herauszutreten; dazu hat er uns die Sonn– und Feiertage geschenkt. 

Und auch hier ist die Frage – wie gestalten wir diese Freiheit, die uns erlaubt ist, und was machen wir aus ihr; wie und wozu nutzen wir sie?

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesen Sommertagen wieder neu entdecken können, was diese kleine geschenkte Freiheit für Sie bedeuten kann – und dass Sie Ruhe haben, herauszufinden, was Ihnen gut tut, und was Sie unberechtigterweise gefangen nehmen will. 

Und vielleicht besuchen Sie auch eine Kirche und einen Gottesdienst. Ich bin sicher, Sie werden dabei (ent)–spannende Entdeckungen aus und in Ihrem Alltag machen können. 

Alles ist Ihnen erlaubt.

Ihre Pfarrerin Antje Wischmeyer

Eintrag vom: 01.08.2016