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Andacht

Bild - Evangelische Kirchengemeinde Selm

Neue Wege gehen

Neue Wege gehen: Manchmal können, manchmal dürfen wir das. In der Karnevalszeit, die ja die Gelegenheit bietet, sich zu verkleiden, mithilfe von Maske und Kostüm in eine fremde Rolle zu schlüpfen, und so zumindest für ein paar tolle Tage ein Anderer, eine Andere zu sein. Oder in der sich anschließenden Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostersonntag, die uns die Chance gewährt, gewohnte Bahnen zu verlassen, Neues auszuprobieren, um Unbekanntes, Anderes zu entdecken: 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz zum Beispiel.
Neue Wege gehen: Manchmal müssen wir das – auch wenn es uns nicht immer leicht fällt. Weil es die Umstände erfordern. Weil sich die Verhältnisse geändert haben. Weil auch wir uns verändern müssen, wenn wir uns treu bleiben wollen. Wobei das nicht nur für Einzelne gilt, sondern auch für Gruppen und Gemeinschaften. Und auch für unsere Kirchengemeinde.
Veränderungen, die uns dort bevorstehen: Weil die Amtszeit für alle Presbyter und Presbyterinnen erstmals gleichzeitig endet, muss das Presbyterium (also das Leitungsgremium der Kirchengemeinde) vollständig neu besetzt werden. Sechs von den alten PresbyterInnen haben sich bereit erklärt, noch einmal zu kandidieren; vier Menschen konnten neu gewonnen werden. In einem festlichen Gottesdienst am 26. Februar werden die ausscheidenden Presbyterinnen und Presbyter verabschiedet, und die zehn neu gewählten werden in ihr Amt eingeführt. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr in der Ev. Kirche am Markt in Selm – Sie sind herzlich dazu eingeladen!
Veränderungen auch unter den Pfarrerinnen und Pfarrern. Nach mehr als 32 Jahren Dienst in ihrer Selmer Kirchengemeinde wechselte Pfarrerin Christiane Uckat-Erley zum Jahresende in den (Vor-) Ruhestand. Als ihre Nachfolgerin arbeitet seit Jahresbeginn Pfarrerin Heike Scherer neu in der Gemeinde – freilich nur noch im Umfang einer Drei-Viertel-Stelle. (Um drei volle Pfarrstellen finanzieren zu können, wären zur Zeit 3 x 2.750 = 8.250 Gemeindeglieder erforderlich. Wir haben jedoch nur 7.650 – Tendenz langsam aber stetig sinkend.) Pfarrer Rüdiger Holthoff wird die beiden Gruppen, die er jetzt noch in Selm unterrichtet, im April zur Konfirmation führen; danach ist er nicht mehr in unserer Kirchengemeinde tätig.
Innerhalb eines Jahres also eine Reduktion bei den Pfarrstellen von 3,75 auf 2,75 Stellen. Wie das aufgefangen werden kann? Wir wissen es noch nicht. Im Presbyterium denken wir beispielsweise über eine veränderte Praxis bei den Geburtstagsbesuchen nach (Auf welche Besuche durch den Pfarrer kann und soll künftig verzichtet werden?). Und auch die Form des Konfirmandenunterrichts wird sich ändern müssen: Statt wöchentlichen Unterrichts in der Woche planen wir gerade ein Modell, das Blockunterricht am Wochenende vorsieht.
Neue Wege gehen. „Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.“ So heißt es in einem Kirchenlied. Dieses Vertrauen wünsche ich uns!

Ihr Lothar Sonntag

Eintrag vom: 01.02.2012