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Andacht

Bild - Evangelische Kirchengemeinde Selm

das Kreuz ist allgegenwärtig in Alltag

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das Kreuz ist allgegenwärtig in Alltag und Umgangssprache.
Ob nun Otter, Ritter oder Rätsel – ohne „Kreuz“ würde ihnen etwas fehlen. In vielen Farben tragen es Hilfsorganisationen im Namen: Rotes Kreuz, Blaues Kreuz, usw. Erträgt jemand tapfer sein Schicksal, nimmt er sein Kreuz auf sich. Kein anderes christliches Symbol ist so weit verbreitet wie das Kreuz. Bei genauerem Hinsehen ist es im täglichen Leben allgegenwärtig: im Straßen- oder Bahnverkehr, beim Arzt oder Anwalt, in der Natur oder in der Politik.
Wer bei einer Internet-Suchmaschine das Stichwort „Kreuz“ eingibt, bekommt mehr als 19 Millionen Treffer angezeigt.
In der Passionszeit, in den sieben Wochen vor Ostern steht das Kreuz Jesu im Mittelpunkt, sein Weg in den Tod. Um zu verstehen, was es bedeutet, dass Jesus auferstanden ist, muss man sich zuvor mit seinem Leiden und Sterben befassen. Es geht dabei nicht etwa darum, dass wir erst einmal traurig oder gar depressiv werden müssten. Nein, es geht eher darum, dass wir uns ehrlich einen Spiegel vor unser eigenes Leben halten lassen. Was ist mit mir los in diesem Jahr 2015? Welche Rolle spielt Gott in meinem Leben? Gebe ich ihm genügend Raum? Kann ich etwas spüren von der Kraft Gottes für mein Leben? Oder beschäftige ich mich zu viel mit ganz anderen Dingen, die mich unfrei machen? Viele Menschen verzichten in der Passionszeit auf etwas, nehmen an der Aktion „7 Wochen ohne ...“ teil.
So sind diese sieben Wochen vor Ostern dazu gedacht, anhand des Leidensweges Jesu sich selbst zu prüfen, wo man steht und was man vielleicht ändern könnte. Passionszeit ist wie ein Frühjahrsputz in der Seele. Danach ist die Osterfreude umso größer. Und dann kann uns die Auferstehung Jesu neue Energie geben, um zu neuen Dingen im Leben aufstehen zu können.

Ihre Pfarrerin
Antje Wischmeyer

Eintrag vom: 01.02.2015