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Andacht

Bild - Evangelische Kirchengemeinde Selm

S.ELM

S.ELM - so, liebe Leserinnen und Leser, steht es in gelber Farbe auf einem Stein geschrieben. Ein Pfeil weist Wanderern die richtige, die entsprechende Richtung. Weist nach Sant Elm, einem Ort im Westen der Ferieninsel Mallorca. Früher ein Fischerdorf, gelegen an einer kleinen Bucht mit Sandstrand, gibt es dort heute neben einem Hotel und einigen Ferienwohnungen mehrere Restaurants, Cafés, Eisdielen und Andenkenläden. Die asphaltierte Straße endet hier. Diejenigen, die weiter möchten, können den Karrenweg zu einem ehemaligen Trappistenkloster benutzen. Einen von zwei Wander-Wegen entlang der Küste. Oder sie fahren mit dem Boot. Nein, Sant Elm ist gewiss nicht das Ende der Welt. Aber wer den letzten Bus zurück am Nach-mittag verpasst hat, der merkt bald: es liegt schon ganz schön am Rand.
„Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein“ (Lukas 14,21): Mit diesen Worten beauftragt der Hausherr im Gleichnis vom großen Abendmahl seinen Knecht. Jesus erzählt dieses Gleichnis, um für sein Reden und Tun, für seine Mission, zu werben. Menschen am Rande der damaligen Gesellschaft gilt ja seine Aufmerksamkeit. Die, die sonst keine Beachtung finden (Kinder, Frauen und Unmündige), die, die sonst verachtet werden (wie Zöllner und Kranke), sie werden von Jesus in den Mittelpunkt gestellt. Und erfahren so Achtung, Wertschätzung, Heilung. Die Letzten werden die Ersten sein: Dieses Jesus-Wort macht die dabei geschehende Umwertung deutlich. Weit-hin geltende Normen und Vorstellungen werden auf den Kopf ge-stellt. Oder werden sie vom Kopf auf die Füße gestellt?
Der Rand ist die Mitte! Das klingt paradox. Und ist doch Programm. Jedenfalls für die Menschen, die dem Weg ihres Herrn und Meisters zu folgen suchen. Ich bin gespannt, was wir auf diesem Rand-Weg sehen, hören und erleben werden. Wir: Menschen der weltweiten Kirche Jesu Christi. Wir: Menschen der Evangelischen Kirche in Dortmund, Lünen und Selm.

Es grüßt Sie herzlich:
Ihr Pastor Lothar Sonntag

Eintrag vom: 27.07.2014