Andacht

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Andacht

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Anfang November, und ich habe die Andacht für den nächsten Gemeindebrief zu schreiben. Da erregen zwei Notizen, die am selben Tag in der Zeitung stehen, meine Aufmerksamkeit. Die erste informiert darüber, dass der Düsseldorfer Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall im vergangenen Quartal von besseren Geschäften mit Munition, Panzern und Autoteilen profitiert habe. Die zweite teilt mit, dass in diesem Kalenderjahr bereits 2.925 Menschen bei ihrem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen, den Tod gefunden haben.

Haben diese beiden Nachrichten miteinander zu tun? Vielleicht nicht direkt, nicht unmittelbar. Und doch gehören sie zusammen, weil sie beide deutlich machen, in welch friedloser Welt wir leben. Ist unsere Welt unfriedlicher geworden? Oder meinen wir das nur, weil wir heute schneller und umfangreicher als je zuvor Kenntnis erlangen können von dem, was an den entferntesten Orten geschieht? Jedenfalls finden sich auch in den biblischen Schriften zahlreiche Zeugnisse davon, wie Menschen zu (fast) allen Zeiten unter ungerechten und unfriedlichen Verhältnissen leiden. Und davon, wie sie darauf warten, hoffen und sich sehnen, dass Frieden und Gerechtigkeit kommen, endlich, und sich küssen.

„Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen“: so hat es Jesus aus Nazareth, ein Kind Gottes, einmal gesagt. Der war, so glauben wir, ein besonderes Kind Gottes: nämlich der dem Volk Gottes verheißene Messias; Gottes Sohn; der Friedefürst. Krippe uns Stroh sind seine Erkennungszeichen, seine Krone wird Dornen tragen, und (nur) ein Stern weist darauf hin, was es mit diesem Kind auf sich hat. Und, natürlich, die Engel, die den Hirten die Geburt des Heilands verkünden. Und mit ihrem Gesang Gott loben: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden“!

Mit weihnachtlichen Grüßen:

Ihr Pastor Lothar Sonntag

 

 

 

 

Eintrag vom: 29.11.2017

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